„Fallout 3“ präsentiert sich von der Steuerung her auf den ersten Blick wie ein klassischer Shooter, doch diese Annahme relativiert sich relativ rasch, nachdem man zum ersten Mal das V.A.T.S.-System im Kampf ausprobiert hat. Dieser Kampf-Modus ermöglicht es Ihnen, die Schlacht zu pausieren und spezielle Körperpartien des Gegners anzuvisieren. Für jede Aktion in diesem Modus werden Aktionspunkte verbraucht, die sich, sobald man das V.A.T.S-System wieder verlassen hat, automatisch auffüllen.
Während des Refresh-Vorgangs heißt es, die Gegner mit guter alter Handarbeit ins Jenseits zu befördern. Dadurch bekommt das Game eine taktische Note, die es deutlich vom einfachen Ballerspiel abhebt. Auch das Inventory wurde storyrelevant eingebunden, nämlich durch den Pip-Boy 3000. Diese Apparatur, die sich ab ihrem zehnten Geburtstag an Ihrem Arm befindet, beinhaltet alle spielrelevanten Daten.
Sowohl das Inventory, als auch diverse Maps und Questbriefings sind in Ihrem ständigen Begleiter gespeichert und auf Knopfdruck verfügbar. Gleichzeitig fungiert es noch als Lichtquelle in dunklen Dungeons und als Radioempfänger: Und wer Galaxy News Radio nicht gehört hat, der hat etwas versäumt!
Grafik und Sound
Grafisch kann man das Spiel mit einem Wort beschreiben: Gewaltig! Die Welt nach dem atomaren Krieg wird durch verschiedenste Elemente absolut treffend umgesetzt. Verfallene Stadtgebiete, Siedlungen auf Flugzeugträgern und zerklüftetes Ödland schaffen eine derart dichte und stimmungsvolle Szenerie, das es äußerst schwer ist, optisch von dem Game nicht beeindruckt zu sein.
Außerdem haben sich die Macher beim Design von „Fallout 3“ am Stil der amerikanischen 40er Jahre orientiert. Gerade der Kontrast zwischen dieser für Amerika recht erfolgreichen Zeit und der überall vorherrschenden Zerstörung bringt einen teilweise ironischen, aber absolut passenden Touch in die Spielwelt ein.
Der Sound des Games braucht sich nicht zu verstecken: Katatonische Klänge in Dungeons wechseln sich mit Liedern der 40er Jahre ab und verpassen dem Game eine passende Soundkulisse. Einzig die Synchronstimmen sind zu kritisieren: Zu oft scheint der Klang der Stimme, nicht zur sprechenden Figur zu passen.