Das Spielprinzip, fein animiert Deckung zu suchen und dann aus dem Hinterhalt per Zoom gezielt Schüsse abzugeben oder Granaten zu verteilen, hat sich nicht verändert. Wenn Sie in Deckung sind, bietet "Gears of War 2" wiederum schöne Moves und Möglichkeiten per A-Knopf an, sich weiterzubewegen. Dadurch ist wieder ein toll anzusehender, geschmeidiger Augenschmaus möglich, wenn Sie ballernd gegen teils monströse Gegner in Häuserschluchten oder tief im Erdreich vorgehen, Türen aufbrechen oder Leitern erklimmen. Im Vorbeigehen nehmen Sie neue Waffen, zusätzliche Munition oder auch Erinnerungsstücke für Ihr Kriegstagebuch auf, das Sie im Hauptmenü finden. Das Nachladen können Sie per rechtzeitigem Tastendruck beschleunigen (auch wenn Sie die Waffen auch ohne Munition beispielsweise als Vorschlaghammer verwenden) und diesmal sogar Feinde als Schutzschilde aus Fleisch einsetzen. Sie haben es erraten: "Gears of War 2" (als "Gears" werden die Soldaten der Menschen bezeichnet) zeichnet sich durch viel Brutalität und massenhaft Blut aus, weswegen - mal ganz abgesehen von Kettensägen-Duellen und Hinrichtungen, die auch enthalten sind - das Spiel auf keinen Fall in Kinderhände gehört. Wichtig: Sie können Blut und Kraftausdrücke per Option wegschalten - genau wie bei "Gears of War" wird es auch beim zweiten Teil keine geschnittene Version in den deutschsprachigen Landen geben, weswegen die USK auch eine "Ab 18"-Einstufung vergab (was verwundert, wenn man bedenkt, dass "Dead Space - mindestens so brutal - kein Jugendverbot erhielt). Durch Gänge hetzenPer A-Knopf beschleunigen Sie Ihren Schritt und hetzen gebückt durch die Gänge - ganz wie im Vorgänger. Ihre Einsatzzentrale schaltet sich per Knopf im Ohr oder fliegendem Roboter dazu und gibt Ihnen Instruktionen. Im neuen Teil werden auch die persönlichen Schicksale der einzelnen Team-Mitglieder in der Story mehr betont: So geht es unter anderem auch darum, dass Dom seine Frau Maria sucht und aus Verzweiflung teils ziemlich emotional wird. Die Cutscenes sind - genauso wie das (teils leider ruckelnde) Intro - wieder einmal pompös und wunderschön gelungen - auch im Spiel an sich wird mit Effekten und gescripteten Sequenzen, denen man wie bei "Fable II" per Y-Taste folgen kann, nicht gegeizt. Neben dem erweiterten Waffen-Arsenal können Sie Frag-Granaten auch als Minen einsetzen, die bei näher kommenden Feinden in die Luft fliegen. Apropos Explosionen: Diese werden als Haupteffekte in "Gears of War 2" groß geschrieben, was man schon merkt, wenn man im Spital Gasflaschen neben den hereinrückenden Locust zur Explosion bringt.