Grafik und SoundDie einzelnen Spielabschnitte für die Musiker sind wie folgt angeordnet: Der Sänger verfolgt seine Tonhöhen und den Text am oberen Bildschirmrand, der Gitarrist hat seine Noten rechts, der Bassist links und die Vorgaben an den Drummer erscheinen in der Mitte. Ganz links gibt es den ‚Bandmeter‘.
Hier sieht man die einzelnen Symbole der Instrumente, also ein kleines Drumset, je ein Icon für Bass und Gitarre und ein Mic. Abhängig wie gut jeder Einzelne seine Noten trifft, steigt oder fällt das Icon. Sinkt man zu tief, sprich trifft man zu wenige Noten, fängt die Spur an rot zu blinken und in weiterer Folge wird der betroffene Musiker von der Bühne gekickt. Jetzt haben seine Kollegen die Möglichkeit, ihn durch Auslösen des ‚Overdrive‘ zu ‚retten‘, also zurück zu holen. Insgesamt darf man dreimal ausfallen.
Die Charaktere sind durch ihre übertriebenen Proportionen ganz klar im Comic-Sektor angesiedelt, was aber das große Ganze des Spiels nicht im Geringsten stört. Ganz im Gegenteil, die witzige Grafik passt perfekt dazu. Die Auftritte, obwohl man als aktiver Mitspieler davon herzlich wenig mitbekommt, da man stur auf seine Noten achtet, sind wunderbar inszeniert, pyrotechnische Effekte wechseln sich mit Flimmerlicht ab und hin und wieder wird die ganze Szene in Schwarz-Weiß getaucht. Einziges Problem: Bei vier Spielern ist der Bildschirm dermaßen mit Ton- und Notenspuren zugepflastert, dass vom Treiben auf der Bühne kaum noch etwas zu sehen ist. Zusammenfassung‘Vier Freunde müsst ihr sein‘! Um eine alte Fußballweisheit ein wenig zu verwursten, denn eben diese abgedroschene Phrase kennzeichnet perfekt die größte Voraussetzung um mit „Rock Band“ Spaß zu haben. Denn nur zu viert oder mindestens zu dritt kann „Rock Band“ seine ganze Stärke ausspielen, denn nichts kommt auch nur annähernd an den Anblick und das Gefühl heran, wenn der Sänger vergisst, dass rund um ihn nicht wirklich eine tausendköpfige Crowd tobt, der Schlagzeuger schweißüberströmt auf seine Drums einschlägt und der Gitarrist eine Performance ablegt, die Jimi Hendrix alle Ehre gemacht hätte.
Doch natürlich ist nicht alles Gold, das glänzt. Die Instrumente sind größtenteils gut gearbeitet, einzig das Fußpedal der Drums wirkt ein wenig instabil, hat aber eine durchrockte Nacht problemlos durchgestanden. Leider ist besagtes Pedal aber so an die Drums angeschlossen, dass jeder über 1,55 cm Körpergröße, unweigerlich fußlahm wird, wenn er versucht sich an die korrekte Sitzposition eines Schlagzeugers zu halten.
Zwar ist die Songauswahl insgesamt sehr zufrieden stellend, da wirklich viele bekannte Lieder aus über 40 Jahren Rockgeschichte darunter sind, jedoch wiederholen sich die Lieder besonders am Anfang des Tourmodus mehrmals. Auch dass der Spielfortschritt nach einiger Zeit an eine höhere Schwierigkeitsstufe gekoppelt ist, ist für Anfänger vor allem am Schlagzeug sehr frustrierend.
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