Bedächtig stellt die, durch ihren körperbetonten Rennanzug als Frau erkennbare Fahrerin, ein Bein auf ihren leicht vibrierenden Quad und überblickt die sich ihr bietende Aussicht. Dies ist nur eine der verschiedenen individuellen Animationen, die einem jeden Fahrer zugestanden wurden und der Sie als Spieler, sozusagen als die Ruhe vor dem Sturm, auf das Rennen einstimmen soll. Denn kurz darauf sind Sie schon mittendrin im Getümmel. GameplayUnd dort bleiben Sie auch die meiste Zeit, denn Sie kämpfen mit bis zu fünfzehn Rivalen entweder um Punkte oder um Plätze. „Pure“ bietet nämlich drei verschiedene Spielmodi, mit unterschiedlichen Prioritäten. Im Race-Mode versuchen Sie, wenig überraschend, Ihren Kontrahenten davonzufahren, während Sie im Freestyle-Mode, als krassem Gegensatz dazu, versuchen, unterstützt von vielen verschiedenen Power-Ups, möglichst viele Tricks aneinanderzureihen, also jede noch so kleine Unebenheit im Boden für waghalsige Sprünge zu nützen, bevor Ihnen das Benzin ausgeht und so die höchste Punktzahl zu erreichen, was Ihnen wiederum den ersten Platz einbringt.
Der dritte im Bunde der Spielmodi nennt sich Sprint und bietet genau das. Viele Runden auf einer sehr kurzen Strecke und ständig Gegner im Nacken beziehungsweise direkt vor Ihnen. Hier müssen Sie gut taktieren, denn gelandete Sprünge und Stunts bringen Ihnen den lebenswichtigen Boost, doch Stürze können Sie leicht den Anschluss an das Spitzenfeld kosten.
Hierbei kommen wir direkt zu einem sehr spannenden Gameplay-Element. Denn zu Beginn des Rennens haben Sie nur ein sehr beschränktes Repertoire an Tricks, doch mit jeder sauberen Landung füllt sich Ihr Boost-Balken, der aber gleichzeitig neue spektakulärere Stunts freischaltet. Und damit stecken Sie in der Bredouille, denn Sie müssen abwägen, ob Sie diese Energie für tolle imposante Sprünge oder eben für den zusätzlichen Temposchub einsetzen.
Lassen Sie den Finger nämlich zu lang auf der Lachgaseinspritzung fallen Sie unter gewisse Markierungen, und verlieren damit auch die zusätzlichen Tricks. Zwar lassen sich die vorhandenen Fahrer nur beschränkt verändern, sprich jeder besitzt zwei Outfits und eine Vielzahl an bunten Helmen, da aber jeder Einzelne eine eigene Hintergrundgeschichte und ein sehr charakteristisches Äußeres besitzt, kommt wohl trotzdem jeder Spieler auf seine Kosten.
Des Weiteren gibt es ja noch die Garage, für Spieler mit ausgeprägtem Modifizier-Drang. Denn wem die vorgegebenen Quad-Racer nicht zusagen, der kann sich hier seinen eigenen komplett ‚from Scratch‘ zusammenstellen. Und hier lacht das Tuningherz, denn von der Farbe der Lenkstange, bis hin zur Bremsscheibe, bestimmen einzig und allein Sie das Aussehen Ihres fahrbaren Untersatzes.
Nachdem Sie Ihrer Maschine einen klingenden Namen gegeben haben, dürfen Sie sie in sämtlichen Modi benützen. Auch faule Menschen kommen beim Quad-Bau auf Ihre Kosten, denn auf Knopfdruck baut Ihnen der Computer vor der Nase Stück für Stück entweder ein Renn- oder ein Freestyle-Quad zusammen, wo Sie nachträglich auch einzelne Teile anpassen oder umfärben, beziehungsweise den Namen ändern können.
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