Experience 112 - Spielinformation

Experience 112

Platform: Entwickler: Releasedatum: Genre:
PC Lexis Numerique 06.03.2008 Adventure

 

01.05.2008

Adventures haben es in letzter Zeit war nicht gerade leicht, aber einige wenige haben es doch geschafft sich hervorzuheben und wieder etwas vom alten Glanz des Genres aufblitzen zu lassen. Mit einem völlig neuartigen Spieldesign könnte "Experience 112" nicht nur neue Maßstäbe setzen, sondern sogar eine Revolution im Adventure-Bereich auslösen.

"Lost" lässt grüßen

Nicht nur, dass die deutsche Synchronstimme der Hauptprotagonistin Lea keine andere ist als jene von Kate aus "Lost", auch die Faszination, welche die weltberühmte Serie ausmacht, ist in "Experience 112" mehr als spürbar.

Wir sitzen vor einer Art Überwachungssystem und vor uns flimmert ein Bildschirm, auf dem wir mitansehen, wie eine Frau gerade aus dem Schlaf erwacht. Völlig benommen und verwirrt versucht sie sich klar zu werden, wo sie ist und was passiert ist. Sie hat das Gefühl, dass sie beobachtet wird und versucht mit uns Kontakt aufzunehmen. Durch Ein- und Ausschalten eines Lichtschalters machen wir uns bemerkbar und von diesem Zeitpunkt an sind wir ein Team und es entsteht eine enge Verbindung zwischen Lea und uns. Anscheinend befinden wir uns auf einem alten Forschungsschiff, das den Eindruck macht, als wäre es seit Jahrzehnten verlassen. Gemeinsam machen wir uns auf einen ungewissen Weg und mit jeder Spielminute erfahren wir mehr über den Schauplatz des Geschehens, ein geheimes Forschungsprojekt, aber auch über uns und jene Personen, die auf dem mysteriösen Schiff gearbeitet und gelebt haben. Durch unsere Mithilfe wird es Lea möglich, verschiedene Aufgaben zu lösen, die das Spiel und die spannende Story vorantreiben.

Man kann "Experience 112" auf keinen Fall als ein herkömmliches Adventure sehen, und das nicht nur wegen des völlig neuartigen Spielprinzips. Intensiv und interaktiv erlebt man als Spieler eine spannende und geheimnisvolle Geschichte und wird sogar Teil der selben.

Point & Click war gestern ...

Völlig neu ist die Art und Weise, wie die Entwickler den Spieler in ihr Werk einbinden. Zugegebenermaßen ist die Bedienung anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit macht es richtig Spaß.

Bereits nach einigen Minuten im Spiel, fühlt man sich als Operator eines umfangreichen Sicherheitssystems. Eine Karte bietet Überblick über die jeweiligen Ebenen des Schiffs. Dort sind alle Kameras, die von uns ausgewählt, bewegt und mit denen auch gezoomt werden kann. Ebenso sind Türen, Terminals und a­ndere Gerätschaften verzeichnet. Wollen wir beispielsweise, dass sich Lea einen Bereich des Schiffs oder einen Gegenstand etwas näher ansieht, müssen wir sie durch Aktivieren bzw. Deaktivieren von Lichtquellen in die Richtung lenken. So bewältigen wir Aufgaben wie das Zusammenstellen einer Hydroxid-Oxydrin-Mischung, die Lea dringend braucht. Diese Aufgabe wiederum ist in kleinere Zwischenschritte, wie das Finden der nötigen Zutaten oder das Knacken von Codes, unterteilt. Man scrollt also durch Personaldateien im System, sucht nach Hinweisen und Passwörtern und wird so Teil der Geschichte, die sich vor einem abspielt. Beim Springen von einer Kamera zur Anderen kann das bei mehreren geöffneten Kamerafenstern manchmal schon verwirrend werden. Um den Überblick zu bewahren, sollte der Bildschirm auf jeden Fall nicht zu klein sein (am besten wären zwei), und die Mindestanforderung reichen wohl nicht ganz aus, um ein einwandfreies Spielerlebnis zu garantieren.