SteuerungBei einem Kartenspiel mit Kamera ist natürlich die Steuerung das Um und Auf. Bei unseren ersten Tests am Abend im Lichte einer Energiesparlampe erlebten wir herbe Enttäuschungen - die letzte Reihe (vom Eye aus gesehen - also ganze drei Felder) wurden meist nicht erkannt. Wenn dann das Spiel darauf besteht, die Karte wieder hinzulegen, die aber sowieso schon dort liegt, aber nicht erkannt wird, greift der Frust um sich. In Zeiten, wo Energiesparlampen beworben werden, sollte so etwas nicht mehr passieren. Weinende Kinderaugen zu Weihnachten und genervte Teenager werden das Ergebnis sein!
Der zweite Anlauf bei Tageslicht glückte: Die Karten wurden zu 100% erkannt - kein Problem. Teilweise kann man auch mit dem
Controller nachhelfen - etwa beim Wählen eines Ziels oder beim früheren Beenden des Zugs (oder auch der Aufgabe des Spiels). Wichtig: Spielrelevante Hinweise auf Karten-Verschiebungen oder -Wegnahmen werden direkt am Monitor gezeigt - praktisch!
ZusammenfassungMit "
Eye of Judgment" erwachen endlich die Karten zum Leben! Wären da nicht die kleinen Probleme mit der Steuerung wäre das Spiel ideal, um Sammelkartenspieler an die PS3 zu locken. Leider ist kein Singleplayer-Modus (beispielsweise ein Turnier) inkludiert und der Preis ist mit knapp 100 Euro eher hoch. Doch die Kamera wird sicherlich noch öfters gebraucht und man bekommt immerhin auch Karten und ein Gerüst (!) sowie den Spielplan dazu. Das Handbuch ist kurz, aber gut - vieles muss man einfach im Spiel selbst herausfinden. Was mir gut gefallen hat ist neben dem Konzept an sich die Aufmachung und die leichten Regeln, die auch Kindern (für die die Action aber manchmal zu viel werden kann) sehr schnell klar sind. Generell gilt: Sammelkarten-Liebhaber mit einer PlayStation 3 sollten sich das Spiel dringend anschauen - und zu 84% sofort zugreifen! Alle anderen, die gerne Karten spielen, können ja mal den Profis anhand vieler Videos im Internet über die Schultern schauen ... und sich Gusto holen!