Ihr Revier ist der PC. Ihr Einsatz heißt: Voller Spielspaß! Ihre Gegner von heute: Extrem hübsch und gefährlich zugleich. Verbrechen ohne Limit, jeder Einsatz volles Risiko für Sie und Ihren Kollegen.
Sirene los und ab geht’s!Berüchtigt für den Ruf von schlechten Lizenzgurken sind die "Alarm für Cobra 11"-Spiele allemal. Erst seitdem Synetic die Finger im Spiel hat, sieht es besser aus. Schon "Alarm für Cobra 11: Nitro" war auf dem Weg, ein gutes Spiel zu werden, scheiterte jedoch unteranderem an der kurzen Spielzeit und dem niedrigen Wiederspielwert. Beide Negativpunkte wurden im Nachfolger "Alarm für Cobra 11: Crash Time" durchaus verbessert. Die einzelnen Missionen sind in Fälle aufgeteilt, welche alle eine kleine Geschichte erzählen. Somit wäre ein großes Manko des Vorgängers - die fehlende Story - schon mal aus dem Weg geräumt. Das Spiel bietet unterschiedliche Missionsarten. So muss man etwa Autos verfolgen, beschatten, rammen, zerstören, ausbremsen und dubiose Rennen fahren.
Hört sich nicht gerade nach viel an, stimmt auch irgendwie! Die Gegner sorgen aber für die nötige Abwechslung, da sie ab und zu immer mal wieder anders vorgehen und zum Beispiel unterschiedliche Routen fahren, um an ihr Fahrtziel zu gelangen. Das kommt zwar so gut wie nie vor, trotzdem agieren die Gegner größtenteils sehr geschickt. Die größte Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist die freibefahrbare Stadt - zumindest in der Theorie: In den Missionen ist man immer noch an die feste Strecke gebunden - wenn man von der Strecke abkommt, hat man knapp fünf Sekunden Zeit, um wieder auf die Strecke zurückzukehren - ansonsten wird man von dem Spiel zurückgesetzt.
GrafikDie Grafik wurde im Gegensatz zum Vorgänger nochmal hochgedreht und so wird man ab sofort von schicken
Motion Blur-Effekten begrüßt. Insgesamt sieht das Spiel wirklich ordentlich aus, aber die wahre Stärke ist das Schadensmodell: Man kann sein Auto nahezu komplett zerlegen, was man allerdings vermeiden sollte - es gibt schließlich andere zivile Opfer auf Autobahnen. Durch die spektakulären Crashs und Unfälle fliegt einem das Metall nur so um die Ohren und einzelne Autos gehen in Feuerbälle auf. Besonders attraktive Crashs werden noch einmal in einer Wiederholung vorgespielt, was manchmal sehr nervig ist, denn man kehrt danach wieder ins Spiel zurück - somit muss man die ganze Zeit am Gas bleiben!
SoundDer Sound lässt leider zu wünschen übrig. Das Einzige, was man hört sind die Motoren- und Umgebungsgeräusche. Nun ja, man weiß, wie sich Autos anhören. Insgesamt kann der Sound leider nicht überzeugen, am besten, schaltet man die Musik aus und macht seine iTunes an. Die Sprachausgabe klingt leider auch teils sehr abgelesen.
TippMan sollte lieber ein
Gamepad zur Hand haben, wenn man sich "Crash Time" zulegen möchte. Zwar ist die Steuerung mit Tastatur noch in Ordnung, Spaß macht das Spiel allerdings mit dem Pad mehr: Gerade weil die Autos leicht aus der Bahn geraten können und man sich dann 200 Meter weiter in irgendeinem Busch wiederfindet. Wem die Steuerung allerdings zu leicht ist, kann in den Optionen den
Arcade Plus-Modus ausschalten und schon verhält sich das eigene Auto etwas realistischer. Dies hat natürlich zu der Folge, dass man eventuell einige Male öfter in den Büschen landet, wenn man es nicht drauf hat, richtig zu lenken.
Den
Splitscreen-
Multiplayer-Modus muss man probiert haben. Aber vor allem gilt: Vor dem Starten einmal den aktuellen
Patch herunterladen! Wirklich wichtig ...
ZusammenfassungAuch wenn man es nicht für möglich halten mag, aber "Alarm für Cobra 11: Crash Time" ist wirklich kein schlechtes Spiel. Die Grafik geht in Ordnung, die Missionen sowie die kleinen Stories in den Fällen sind nett gestaltet, die Geschwindigkeit kommt gut herüber und die Unfälle sind spektakulär. Wenn Synetic sich für den Nachfolger jetzt noch die Originalmusik und Darsteller als Sprecher an Land holt, könnte der nächste Teil wirklich mal ein richtig gutes Spiel werden, wenn denn einer kommt. Für alle, die auf kurzweilige Arcadeflitzer für zwischendurch stehen: Man kann mal einen Blick riskieren! Fans werden aufgrund der nicht vorhandenen Originalsprecher und Musik sicher etwas enttäuscht sein, können aber ruhig zugreifen!