Einst gab es eine wunderbare Stadt "Arx", die unter einem guten, edlen König voll in ihrer Kultur erblühen konnte. Doch eines Tages begann die Sonne mehr und mehr für immer unterzugehen. Es wurde kalt und dunkel und unter solchen Umständen war es den Menschen kaum möglich zu überleben. Also beschloß der König, die gesamte Stadt "Arx" in die großen, verlassenen Minen der Zwerge zu verlegen, in denen die Menschheit überleben kann. Menschen, Zwerge und Orcs, alle halfen damals zusammen, um dem schrecklichen Schicksal, das ihnen zuteil geworden ist, gerecht zu werden. Doch mit der Zeit lebten die alten, feindlich gesinnten Beziehungen zwischen den Rassen wieder auf und das Böse drohte aufzukommen.
Am Anfang der Testversion erwacht unser Spieler in einem Goblin-Gefängnis und kann sich an nichts mehr erinnern. Dieser Anfang ist zwar noch nicht sonderlich originell, aber durchaus geschickt, denn damit weiß der Gefangene, den wir spielen, genauso viel von der Story wie wir: Noch gar nichts.
Unsere erste Aufgabe ist es, einen lockeren Stein zwischen den Gittern zu entfernen und dann diese zu verbiegen, um aus der Gefängniszelle zu flüchten. Kurz danach müssen wir uns gleich dem ersten Kampf mit dem Goblin-Wächter stellen.
Die Steuerung war mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit Klicken der rechten Maustaste bewegt man sich wie in einem Ego-Shooter. Durch nochmaliges Betätigen erscheint ein Cursor, mit dem man mit Gegenständen, die sich gerade im Blickfeld befinden, interagieren kann. Die Steuerung ist also einfach und angenehm zu bedienen. Das Inventar ist schlicht gehalten und bringt nur das Nötigste auf den Bildschirm. Natürlich besitzt unser Charakter auch wichtige Fähigkeiten, wie Nahkampf, Bogenschießen, Geschicklichkeit, usw. Die ersten drei Kapitel, die wir spielen konnten, zeigen eigentlich bis auf diese Status-Anzeigen noch nicht viel von einem klassischem Rollenspiel, sondern sind eher dem Adventure-Genre ähnlich, doch dieser Eindruck mag sich im Verlaufe des Spieles wahrscheinlich noch ändern.
Das Spell-System
Das ist der Punkt, der mich am meisten beeindruckt hat. Nicht wie in vielen andere RPG's wählt man die erlernten Zauber aus und lässt sie auf den Feind los, sondern bei " Arx Fatalis" muss man auch noch eine eigene Formel für jeden Zauber vorzeichnen. So gibt es verschiedene Runen, die man im Laufe des Spieles sammeln kann. Jeder dieser Runen hat eine bestimmte Form, die man im "Magic-Mode" nachzeichnen muss, um diesen zu aktivieren. Durch bestimmte Kombinationen der Runen entsteht dann erst ein Zauberspruch. Durch dieses System erspart man sich eine Menge an komplizierter Benutzeroberfläche, da die Zauberformeln im Kopf sein müssen und lediglich durch Kombinationen von Bewegungen aufgerufen werden.
Die Grafik ist zwar etwas veraltet, wirkt aber trotzdem gut und kann die Stimmung des Spieles untermalen. Das Spiel stürzte manchmal ab und hatte noch einige Schönheitsfehler, was die Grafik betrifft, aber im Großen und Ganzen merkt man schon, dass dieses Spiel auf jeden Fall viel Stimmung bieten kann, was einer der wichtigsten Punkte in einem RPG überhaupt ist. Lediglich die Kampfszenen und KI der Gegner wirken noch etwas ärmlich - hoffentlich wird hier noch viel daran gearbeitet.
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