Call of Juarez - Spielinformation

Call of Juarez

Vertrieb:

Ubisoft
Platform: Entwickler: Releasedatum: Genre:
PC Techland 07.09.2006 Action

 

08.10.2006

Man muss kein Westernfan sein, um an Call of Juarez gefallen zu finden. Tolle Story, viel Action und spannende Levels ... ganz im Stil von Half-Life 2 steckt mehr dahinter, als ein einfach gestrickter Ego-Shooter? Diese und viele weitere Antworten verraten wir in unserem Review.

Der Fluch von Juarez



Der Sprecher, der uns in der Einleitung den Hintergrund der kommenden, spannenden Westernstory erzählt, berichtet vom sagenhaften Schatz von Juarez. Dieser soll in der Nähe des gleichnamigen Dorfes nahe der Grenze vergraben worden sein, und jeder der nach ihm trachtet, wird sterben.

Doch ans Sterben denkt keiner der beiden Hauptdarsteller in diesem kinoreifen Westernabenteuer der Spitzenklasse. Natürlich fallen die Gegner wie die Fliegen, vor allem wenn Reverend Ray McCall die Colts zum Rauchen bringt. Mit der Bibel unterm Arm räumt er ordentlich auf. Sobald er zieht, verlangsamt sich die Szene, und 2 Fadenkreuze, eines für jeden Colt, wandern links und rechts vom Bildschirmrand in Richtung Bildmitte. Sobald diese sich über einen Gegner im Blickfeld bewegen, kann man in Ruhe ein oder zwei Kugeln auf den Schurken ballern, und so mehrere Gegner gleichzeitig bearbeiten. Nach einigen Sekunden ist der Konzentrationsmodus auch schon wieder zu Ende, und man kann dann wieder in Echtzeit dabei zusehen, wie die Angreifer das zeitliche Segnen.

Mit mehr Ruhe und mehr Grips hingegen kämpft sich der zweite Charakter Billy "die Kerze" Candle durch die Levels. Der wird vom Reverend zu Unrecht als Mörder verdächtigt und verfolgt. So kommt es, dass man im Laufe der Geschichte nicht nur einmal in die Situation kommt, als Pfarrer und in Gottes Namen dem jungen Billy nachzusetzen, oder eben in dessen Haut steckt und versucht, dem Fleisch gewordenen Zorn Gottes Ray McCall zu entkommen. Letzteres lässt sich manchmal nur durch Schleicheinlagen bewerkstelligen, doch auch bei Billy kommt die Action nicht zu kurz.

Nicht alles ist Gold, was glänzt ...



Der Schwierigkeitsgrad hat sowohl für Greenhorns als für echte Revolverhelden etwas zu bieten. Eine begrenzte Anzahl an Speicherplätzen stellt eine weitere Herausforderung dar. Die Ladezeiten sind sehr an der Grenze, aber je nachdem welche Rolle man gerade spielt, wird die Dauer mit stimmungsvollen Erzählungen überbrückt, welche die Story vorantreiben.

Was die Intelligenz der Gegner angeht, hat man manchmal wirklich das Gefühl, die Bauerntölpel haben ihren Kopf nur, um das Stroh nicht in Händen tragen zu müssen. Sie nehmen zwar hinter Kisten und Fässern Deckung, gehen in die Hocke, aber früher oder später erwischt man sie alle. Die große Anzahl von Kontrahenten in einigen Situationen gestaltet aber so manchen Abschnitt doch schwieriger, als man vielleicht im Vorhinein ahnt. So wird die kleinste Aufgabe manchmal zur großen Herausforderung.