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"Enter the Matrix" war ein sehr ehrgeiziges Projekt und zahlreiche Fans setzten große Hoffnungen in dieses Spiel. Leider konnte das Endprodukt nicht auf ganzer Linie überzeugen, das Leveldesign war schlecht, die Präsentation mager und auch die Technik war mittelmäßig. Grund genug also, um einen Nachfolger ins Rennen zu schicken, der vieles besser machen soll.Wie wird man 60,- € in ein paar Sekunden los?
Ganz einfach: Indem man zu Beginn nicht die rote sondern die blaue Pille nimmt. Will man die Warheit nicht erfahren, findet man sich nämlich auf dem Titelbildschirm wieder. Im Prinzip ist diese Idee ganz witzig, aber macht diese auch Sinn? Endlich Neo
Beim Vorgänger war Neo - der Held der Trilogie - leider nicht spielbar, bei "The Matrix - Path of Neo" ist das glücklicherweise anders, endlich kann man das Abenteuer mit der wichtigsten "Matrix"-Persönlichkeit bestreiten.
Dabei hat man sich eng an den Filmen orientiert und spielt die Trilogie im Großen und Ganzen nach. Allerdings gibt es auch alternative Wege, die durch das Spiel führen. Zäher Einstieg
Wie auch schon beim Vorgänger, haben es die Entwickler auch dieses Mal nicht geschafft, einen würdigen Einstieg hinzulegen. Zu Beginn spielt man die Flucht von Thomas Anderson, der sich in seinem Büro befindet nach. Im Klartext heißt das, man kämpft sich durch nichts sagende und langweilige Büroräume und darf sich bei den Pseudo Stealth-Sequenzen nicht erwischen lassen.
Thomas Anderson beherrscht leider keine Nahkampffähigkeiten und kann sich lediglich mit beherzten Schubsern die Wachen vom Leib halten. Wird man erwischt, kann man sich durch heftiges Knopf drücken aus den Klauen der Wachen befreien. Wenn man allerdings umzingelt wird, gestaltet sich das ganze schon wesentlich schwierieger, da man immer an die nächste Wache weiter gereicht wird.
Somit verkommt das Geschehen zu einem unmotivierenden Knopf hämmern, das macht keinen Spaß sondern nervt. Hat man das Bürolevel hinter sich gebracht, folgen noch weitere Tutorial-Levels in denen die Kampfsteuerung erklärt wird. Leider sind hierbei die Rücksetzpunkte teilweise sehr schlecht gewählt.Der Auserwählte wird stärker
Hat man den zähen Einstieg hinter sich gebracht, wird das Spiel spannender, zumal Neo immer mehr Moves dazu lernt. Noch wichtiger ist allerdings die Bullet-Time. Dieses Feature ist das zentrale Element. Wenn man den Zeitlupen-Modus aktiviert, wirken die Aktionen viel spektakulärer.
So sieht man den Kondensstreifen der vorbei fliegenden Kugeln und kann diesen ausweichen. Aktionen wie der Wandlauf oder der Mehrfachkick dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Das Kampfsystem
Die stylishen Kämpfe sind das Markenzeichen der Serie. Keine Frage, das Kampfsystem bietet auch sehr viele Möglichkeiten jedoch sind viele Aktionen nicht beeinflussbar und passieren automatisch. Zwar sind die Kämpfe nicht mehr ganz so statisch wie beim Vorgänger, dafür hat man oft das Gefühl, nicht Herr der Lage zu sein.
Dennoch macht es Spaß, wenn man ein stylishes Kombo nach dem anderen auf den Bildschirm zaubert. Im Prinzip ist das Kampfsystem in zwei Bereiche geteilt. Es gibt die Faustkämpfe und die Waffen. Es ist sogar möglich, beide Dinge zu gleich in die Kombo einzubauen.
Um diese spektakulären Manöver zu erleichtern, gibt es eine kleine Hilfestellung. Beginnt man mit einer Aktion, werden mögliche Tastenkombination kurz eingeblendet. Wenn man diesen blitz schnell folgt, bekommt man besonders eindrucksvolle Moves zu sehen.
Wird man von der Gegnermeute umzingelt, kann Neo seine Schläge in alle Richtungen verteilen, was sehr praktisch ist. Ein gröberes Problem gibt es allerdings beim Anvisieren. Hat man sich auf einen Gegner fixiert, ist es nur schwer möglich, sich wieder von diesem zu lösen. Dadurch kommt während den Kämpfen oft Hektik auf, besonders wenn sich viele Widersacher auf dem Bildschirm befinden.
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