Bei "Driv3r" handelt es sich mehr oder weniger um einen "GTA"-Klon, dabei hätte es dieses Spiel gar nicht notwendig sich so zu präsentieren. Die Fahreinlagen waren immer die größte Stärke der Serie aber leider hat man an dieses Konzept nicht fest gehalten.
"GTA"?
"Driv3r" bietet 25 Missionen in der der Cop Tanner die Unterwelt infiltriert. Die ersten zwölf Aufträge finden in Miami statt, die restlichen Missionen werden in Nizza erledigt. Das Spielprinzip orientiert sich an den großen Vorbildern. Man läuft und schießt sich durch die Gegend und kann jedes Vehikel beschlagnahmen.
Natürlich kann man sich neben dem Hauptstrang auch abseits die Zeit vertreiben. Zahlreiche Mini-Games und Bonusaufträge gilt es zu endtecken.
Aber leider wurde bei der Steuerung geschlampt. Bei den Fahreinlagen ist die Entfernung sehr schwer abzuschätzen wodurch die Raserei zum reinen Glücksspiel wird. Die Kollisionsabfrage ist ebenfalls alles andere als nachvollziehbar. Oft passieren Unfälle und man weis eigentlich gar nicht warum.
Ist man zu Fuß unterwegs, muss man mit einer sehr schwammigen Steuerung kämpfen. Besonders das Strafen ist sehr träge.
Grafik und Sound
Grafisch hat mir das Spiel allerdings sehr gut gefallen, die Entwickler beweisen im "Driv3r" eindrucksvoll was mit dem GBA alles möglich ist. Die rund 50 Straßenkilometer wurden sehr ansehnlich umgesetzt und die Optik erreicht fast DS-Niveau. Lediglich die Texturqualität ist nicht sonderlich hoch und hin und wieder geht die Bildrate in die Knie. Dennoch, "Driv3r" wurde sehr sauber für den GBA umgesetzt. Auch die Musik kann überzeugen, die Soundeffekte klingen allerdings öde.
Zusammenfassung
"Driv3r" zählt mit Sicherheit zu den technisch besten GBA-Spielen. Die mobile Fassung bietet im Grunde alle Features der Konsolen-Versionen. Aber leider kommt das Gameplay mit der Technik nicht mit. So wurde das Spielprinzip nicht verbessert und die Missionen laufen immer nach demselben Schema ab. Die Steuerung hätte ebenfalls mehr Feinschliff vertragen können da die Kontrollen nur sehr schwammig umgesetzt werden. "Driv3r" ist kein schlechtes Spiel, allerdings sollte man sich von dem klangvollen Namen nicht zu sehr blenden lassen.