Drei zufälligerweise aufeinander folgende Ereignisse erfordern den Einsatz unseres Superhelden: Die Bösewichte Rhino, Hammerhead und Big Wheel treiben in verschiedenen Stadtvierteln ihr Unwesen. Spiderman begibt sich nun zu allen drei Locations und besiegt die Schurken. Doch mit der Zeit entpuppen sich die drei Zwischenfälle zu einem großen, verstrickten Plan eines noch mächtigeren Bösewichts: Mysterio. Spiderman's Aufgabe: Die Stadt zu retten und den Ober-Schurken zu vernichten.
Die Story ist eigentlich nicht sonderlich einfallsreich, reicht aber für ein paar unterhaltsame Action-Stunden. Welches Spiderman-Spiel kennen wir schon, dass eine besondere Story-Tiefe beinhaltet?
Gameplay
Wir haben hier ein Jump-and-Run-Spiel der Extraklasse vor uns. Auch damals, als wir noch die alten Klassiker, wie "The Amazing Spiderman" spielten, war das Gameplay dieses Jump-and-Run-Spiels ein ganz besonderes. Durch die Charakterfigur Spiderman hat man die Möglichkeit, sich in der Luft per Netzfaden herumzuschwingen, an Wänden auf und ab zu kriechen und die Gegner mit einem Spinnennetz zu lähmen. Solche speziellen Gameplay-Funktionen kann kaum ein anderes Jump-and-Run bieten.
Wie wir es schon von anderen Spiderman-Spielen gewohnt sind, spielt man einfach einen Level durch, besiegt den Endgegner und begibt sich ins nächste. Leider ist so das Spiel ziemlich schnell durchgespielt. Die einzige Motivation, die einem bleibt, besteht darin, die Power-Ups in den einzelnen Levels zu erhalten. Hier kann man zum Beispiel einen Thermoanzug finden, der einen vor Feuer schützt.
Natürlich besitzt Spiderman nicht unendlich viel Netzflüssigkeit. Anfangs hat Spiderman drei Flüssigkeitskammern, die sich immer wieder auffüllen, wenn man eine Netzflüssigkeitsreserve erhält, welche man von den erlegten Gegnern bekommen kann. Findet man zum Beispiel ein Spiderarmband, kann Spiderman eine zusätzliche Netzpatrone aufnehmen und hat somit mehr Netzflüssigkeitsreserven zur Verfügung. Natürlich gibt es auch Power-Ups für die Netzschuss-Fähigkeiten: So wird zum Beispiel das Fangnetz noch schneller indem man eine "verbesserte Netzformel" findet.
Grafik
Die Grafik ist wirklich ein Leckerbissen bei "Spiderman". Wunderbar flüssige Bewegungen, schöne Hintergründe und besonders gut gelungene Animationen beglücken das Auge. So fällt Spiderman zum Beispiel nicht einfach zu Boden, wenn er in der Luft von einem Gegner geschlagen wird; nein, er macht eine Rückwärtsrolle nach hinten, fängt sich mit den Händen am Boden ab und springt wieder auf die Beine.
Hat man einen Endgegner besiegt, kann man auch tolle Zwischensequenzen (die in Einzelbildern ablaufen) betrachten. In der Grafik von "Spiderman" kann man eindeutig erkennen, dass in dem Game Boy Advance noch viel Potential steckt.
Steuerung
"Spiderman" ist, wie die meisten GBA-Spiele, sehr leicht und angenehm zu steuern. Die unkomplizierte Steuerung untersützt das gute Gameplay sehr gut und trägt zu dem guten Spieleeindruck bei.
Sound
Der Sound sticht zwar nicht so sehr im Gesamteindruck heraus wie die Grafik, ist aber doch eindeutig gut gelungen. Die Musik unterstützt das Action-geladene Gameplay und die Sound-Effekte klingen so, wie man es sich erwarten würde.
Spielspaß
Spielspaß bleibt bis zum Schluss erhalten, doch dieser kommt, wie schon erwähnt, ziemlich bald. Verzichten Sie also auf alle möglichen Power-Ups (ohne diese ist das Spiel auch zu schaffen), sind Sie in drei bis vier Stunden fertig. Trotzdem: Es ist zwar kurz, aber solange es dauert, bleibt einem der Spaß nicht weg.
Fazit
"Spiderman" hat wieder einmal zugeschlagen. Ein einzigartiges Gameplay, tolle Grafik und ein gelungener Sound: Was will man mehr? "Spiderman" ist genau der richtige Zeitvertreib für Zwischendurch auf dem GBA. Ein einziges kleines Manko gibt es vielleicht, und zwar, dass das Spiel relativ kurz ist. Nun ja, besser kurz und gut, als lang und schlecht.