Das berühmte Brettspiel von Klaus Teuber hat weltweit reißenden Absatz gefunden und wird auf immer neuen Plattformen erscheinen und für Furore sorgen: "Die Siedler von Catan" machten den Spieldesigner aus Roßdorf (bei Darmstadt) in Deutschland 1995 nach seinem Erstlingswerk "Barbarossa" (1988) gleichsam über Nacht zum Star der Brettspiel-Szene. Der gelernte Zahntechnikermeister, der sich seit 1999 hauptberuflich dem Erarbeiten neuer Spielideen widmet, hat zudem schon vier Mal die Auszeichnung für das "Spiel des Jahres" erhalten.
Wer "Die Siedler von Catan" noch niemals gespielt hat, hat wirklich etwas verpasst - aber kann dies leicht nachholen - daheim oder mobil, mit Freunden oder alleine. Den neuesten Coup hat die Qualitätsschmiede von Capcom gelandet, als sie sich die Lizenz für die Umsetzung des Spiels für den N-Gage von Nokia sicherte. Im bunten Manga-Stil und mit viel Tiefgang, aber dennoch nicht zu kompliziert, hat es Capcom verstanden, das Brettspiel auf den Handheld zu portieren.Das Spielprinzip
Grundsätzlich geht es bei "Catan" darum, zehn der begehrten Siegpunkte zu bekommen. Hat einer der bis zu vier Spieler die magischen zehn Punkte erreicht, so hat er gewonnen. Punkte bekommt man für den Bau von Siedlungen (1 Punkt), das Upgrade der vorhandenen, eigenen Siedlungen auf Städte (2 Punkte) und das Ausspielen von so genannten "1 Punkte"-Karten (1 Punkt). Das Spielfeld, welches vor jedem Spiel zufällig generiert wird, besteht aus sechseckigen Feldern. Jedes Feld repräsentiert eine Ressource (Holz, Getreide, Lehm, Wolle und Erz) und hat eine Zahl zwischen 2 und 12 aufgedruckt. An jedem Eck der Felder können Siedlungen gebaut werden, die Kanten können für Strassen genutzt werden.
In jeder Runde wirft der Spieler, der gerade am Zug ist mit zwei Würfeln - die Felder, welche die Augenzahl zeigen, schütten ihre Ressourcen in Form von einer Einheit je angebauter Siedlung aus (die begehrtesten Plätze sind die Zahlen 5, 6 und 8). Wichtig ist, dass man nicht unmittelbar neben einer anderen Siedlung eine eigene Siedlung bauen darf. Zusätzlich muss man seine eigenen Siedlungen immer mit Strassen verbinden. Zu Beginn des Spiels setzt jeder Spieler zwei Siedlungen und zwei Strassen irgendwo auf dem Spielfeld. Schon hier beginnt das große Taktieren.
Zusätzlich ist es nämlich nicht möglich, direkt an gegnerische Strassen zu bauen oder eigen Siedlungen an gegnerische Strassen anzubauen. Auch das Wegreißen feindlicher Bauwerke oder Strassen ist nicht möglich.Rundenweises Taktieren
In jeder Runde hat nun der Spieler, der an der Reihe ist, die Möglichkeit zu würfeln, direkt eine Strasse, eine Siedlung oder eine Stadt zu bauen, Entwicklungskarten zu kaufen oder zu handeln. Gewürfelt wird meistens - denn nur so kommt man zu Rohstoffen. Hier kommt das erste Manko des Spiels zu Tragen: Die Computer würfeln extrem schnell und selbst beim eigenen Zug kommt man meist nicht mit, was man gewürfelt hat und warum man denn nun welche Ressourcen bekommt.
Der Handel gestaltet sich einfach: Man sieht in der übersicht jederzeit, wer wie viele Siegpunkte, Rohstoffe und Entwicklungskarten hat. Nun kann jeder Spieler den anderen Spielern Angebote machen, Rohstoffe zu handeln bzw. zu tauschen. Mit Computergegnern klappt dies erfahrungsgemäß meist eher schlecht als recht, aber manchmal funktioniert es doch.
Nun kommen wir allerdings zu den Entwicklungskarten: Neben der "Punkte"-Karte, die wir bereits oben erwähnt haben und die einen Siegpunkt bringt, kennt die Portierung auch die Karten "Ertragreiches Jahr" (2 Rohstoffe aus dem Stapel auswählen und zum eigenen Portfolio hinzufügen), "Monopol" (man bekommt die Rohstoffe einer Sorte von allen anderen Mitspielern), "Straßenbau" (2 Mal Straße bauen ohne Materialkosten) und "Ritter" (den Räuber versetzen und einen Rohstoff von einem angrenzenden Gebiet stehlen, wo der Räuber hingesetzt wird).
Der Räuber kommt dann ins Spiel, wenn ein Spieler eine 7 würfelt: Jeder, der zu diesem Zeitpunkt 8 oder mehr Rohstoffe hat, muss die Hälfte (abgerundet) hergeben. Der Räuber wird auf ein Feld gesetzt, das dann keine Erträge mehr an die angrenzenden Siedlungen abwirft, solange der Ruber gesetzt ist.
|
|