Vom deutschen Vertriebsduo Zuxxez und KOCH Media erreichte uns bereits vor einiger Zeit die Information, dass ein neuer "Earth"-Teil in Entwicklung sei. Nun wurde diese Ankündigung durch erste Fakten untermauert: Nach den beiden Echtzeit-Strategiespielen "Earth 2140" und "Earth 2150" folgt der dritte Teil, der etwas mehr in die Richtung des Rollenspiels mutieren soll - doch mehr dazu gibt es später in diesem Bericht ...
Die Vorgänger
Bereits in den Jahren 1996 ("Earth 2140") und 1999 ("Earth 2150") konnten die Entwickler der Reality Pump Studios eine recht große Fangemeinde im Sektor der Science-Fiction-Freaks zusammensammeln. Ganz kurz zu der Vorgeschichte: In "Earth 2140: Moon Project" zogen die nukearen Kriege zwischen der Eurasian Dynasty und den United Civilized States schwerwiegende Folgen nach sich, denn die Erde näherte sich nach und nach der Sonne an. Die Lunar Corporation hat berechnet, dass die Erde jedes Jahr um 17% näher an die Sonne gezogen werden würde - dies würde den Untergang der Erde und der darauf lebenden Bevölkerung bedeuten.
Die drei Fraktionen - Eurasian Dynasty, Lunar Corporation und die United Civilzed States - haben letzte Ressourcen mobilisiert und sich auf den Weg zum Mars gemacht, um dort eine neue Heimat zu finden. Diesen Plan haben die Parteien gerade rechtzeitig gefasst: Im Jahr 2150 bricht das Magnetfeld der Erde endgültig zusammen und die grüne Erde wird zerstört ...
Damit endet die Story bei "Earth 2150: Lost Souls" auch - und die Anhänger der Serie haben gebannt auf einen neuen Teil gewartet. Durch die innovative 3D-Grafik und das bewährte Spieldesign haben sich viele Spieler schnell mit diesen neuen Echtzeit-Strategie-Ablegern anfreunden können. Besonders das schnelle und unkomplizierte Gameplay konnte viel positives Feedback erzeugen.
Der neue Teil
Was macht man auf einem neuen Planet, der so unwirtlich wie der Mars ist? Stimmt, Terraforming. Zehn Jahre nach dem letzten Teil ist das Terraforming auf dem Mars abgeschlossen - und Lunar Corporation macht zusammen mit der Eurasian Dynasty eine äußerst unheimliche Entdeckung. Die Frage, die sich ihnen stellt: Wird die neue Heimat zum Albtraum? Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten - die Story hat aber - genauso wie bei den Vorgängern - einen gewissen Tiefgang und kann durchaus auch längere Zeit vor den Bildschirm fesseln.
Neue Ideen
Reality Pump musste wieder einige neue Ideen oder Features in "Earth 2160" einbauen, da sonst beim dritten Aufguss einer Serie viele Spieler nicht mehr länger zugreifen würden - zu wenige Innovationen und noch dazu in einem Echtzeit-Strategiespiel würden viele Käufer von vornherein abschrecken. Daher will man mit einigen bahnbrechenden (oder jedenfalls gelungenen) Eigenheiten aufhorchen lassen: Und bei der deutschen Spieleschmiede hat man sich sodann auch für den allseits derzeit sehr beliebten Weg entschieden, aus einem reinrassigen Echtzeit-Strategietitel einfach einen Genre-Mix aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel werden zu lassen.
Dazu hat man insgesamt zwölf virtuelle Agenten eingebaut, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken in das Spielgeschehen maßgeblich eingreifen können. Derzeit sieht es so aus, als könnte man diese "Fachleute" einfach anheuern, wenn man genug Geld oder Ressourcen hat. Wie dies im endgültigen Spiel geregelt wird - ob beispielsweise ein rekrutierter Held in der Gruppe bleibt oder ob manchmal Helden von alleine permanent oder temporär zu ihrer Armee hinzukommen -, bleibt fraglich.