In diesem historischen Strategie-Spiel liegt die gesamte Last der Kriegführung auf den Schultern der Infanterie. Man kannte bereits das Schießpulver und auch die Artillerie - und natürlich wurden auch Pferde im Kampf eingesetzt, aber das war es auch schon. Da spielten strategische und taktische überlegungen und auch das enorme Menschenmaterial die ausschlaggebende Rolle. Aber Masse allein macht Sie in "Cossacks II - Napoleonic Wars" noch nicht zum Sieger!
In der rundenbasierten Europa-Kampagne - "Schlacht um Europa" - gibt es die Auswahl zwischen 6 Nationen: Frankreich, England, Österreich, Preußen, Rußland und Ägypten.
Ehe Sie sich aber an diese Kampagne heranwagen sollten Sie unbedingt die "Kampagne" spielen, die ein ausführliches Tutorial enthält und im Rahmen einer nett erstellten Story von englischer Seite her Einblick in die Feinheiten des Spiels bietet. Die Kampagne macht es auch Einsteigern, die noch nie "Cossacks" gespielt haben, ohne weiteres möglich mit "Cossacks II - Napoleonic Wars" zurecht zu kommen.
Das Kampfgeschehen ist übersichtlich, erscheint anfangs kompliziert - ist es aber nicht. Die Truppen, die in der Kaserne erstellt werden, sind in Regimente aufgeteilt und können verschiedene Formationen einnehmen. Zum Marschieren eignet sich am besten die Kolonnen-Formation, da so am wenigsten Ermüdung eintritt und damit die Moral der Soldaten hoch gehalten wird.
Es gibt übrigens auch einige Einheiten, die die Moral der Soldaten erhöht, wie Fahnenträger, Trommler etc. Priester haben sowohl eine Moral-erhöhende Wirkung als auch eine heilende. Die beste Verteidigungsposition ist die Bildung eines Rechtecks, da damit alle Schwachstellen abgedeckt sind - besonders gegen Kavallerie-Angriffe.
Für die Angriffs-Position eignet sich die Linien-Formation am besten, wobei hier die Soldaten in drei Reihen hintereinander stehen. Hier ist es möglich einer Reihe nach der anderen den Schießbefehl zu erteilen, was von enormem Vorteil ist, da das Nachladen eine unglaublich lange Zeit in Anspruch nimmt, was aber sich der Realität entspricht. Verliert man zu viele Soldaten in einer Schlacht, flieht der Rest in Panik und sammelt sich wieder bei der eigenen Kaserne, wo man ein neues Regiment bilden kann. Soldaten gewinnen Erfahrungspunkte und werden somit im Kampf immer stärker.
Da man zur Ausbildung und Erstellung von Soldaten Ressourcen benötigt, darf dieser Aspekt auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Bauern, die im Stadtzentrum generiert werden, können bauen, Holz hacken, Nahrung beschaffen, Steine, Kohle, Gold und Eisen abbauen. Ein sehr wichtiges Gebäude ist der Markt, wo man Ressourcen handeln kann - das kann in manchen Fällen lebensnotwendig sein. Je mehr Gebäude man hat, desto bessere Einheiten kann man ausbilden. Upgrades der Gebäude gibt es kaum, was aber auch wieder der Realität entspricht, da das Geschehen ja nur einen relativ kurzen Zeitraum einnimmt.
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