Die "NBA Street" Serie zählt zu den beliebtesten Genre-Vertretern und auch in diesem Jahr scheint die neueste Version "NBA Street V3" das Highlight schlechthin zu werden. Eigentlich hat sich auf den ersten Blick im Vergleich zum Vorgänger nicht allzu viel getan, doch der Schein trügt.
Be a Star
Das Entwicklerteam von "NBA Street V3" war sehr darauf bedacht, den Spieler massiv ins Spiel zu integrieren. Das man hierbei seinen eigenen Basketballspieler erstellen kann ist selbstverständlich. Aber außer diesem Feature, gibt es noch zahlreiche andere Personalisierungsmöglichkeiten. So muss man sich zu Beginn der Karriere beispielsweise einen eigenen Court erstellen.
Im Verlauf der Karriere, erhält man für gewonnene Spiele Punkte auf sein Konto gut geschrieben. Mit diesen Punkten kann man entweder die Fähigkeiten des Spielers verbessern, neue Klamotten kaufen oder den persönlichen Court verschönern.
Tricksteuerung
Das bekannte Gameplay wurde bei "NBA Street V3" weitgehend beibehalten, doch die Tricksteuerung wurde komplett überarbeitet. Die Trickaktionen liegen nun auf dem rechten Stick. Mit den Turbo und den Aktionstasten sind verschiedene Variationen möglich, die einen besseren Spielfluss ermöglichen.
Wenn man die alte Steuerung gewohnt ist, braucht man ein paar Trainingsspiele bis man die neue Tricksteuerung verinnerlicht hat, aber danach möchte man diese nicht mehr missen, da die Tricks nun noch spektakulärer zur Geltung kommen. Die PS2 Variante hat wie so oft einen kleinen Steuerungsvorteil gegenüber den anderen Versionen, mit dem Xbox Controller ist das Handling aber auch voll in Ordnung.
Die neue Tricksteuerung wirkt sich auch bei den Gamebreakern aus. Bei den Vorgängerteilen wurde immer eine situationsabhängige Animation eingespielt, die man nicht beeinflussen konnte. Bei "NBA Street V3" bekommt man nun die Möglichkeit, diese spektakulären Aktionen selbst zu gestalten.
Hierbei kommt wieder der rechte Stick zum Einsatz und wenn man zu den ebenfalls ziehenden Mitspielern passt, landet man einen Mega-Punkte-Dunk der satte vier Punkte bringt. Das Problem ist allerdings, dass es in der Defensive kein adäquates Gegenstück gibt. Diese Dunk-Gamebreaker sind unmöglich zu Blocken.
Stimmt die Chemie im Team?
Diese Frage muss man sich bei "NBA Street V3" des Öfteren stellen, denn die Entwickler haben eine Art Beziehungssystem eingebaut. Da man seinen Kader permanent erweitert, macht dieses Feature durchaus Sinn und bringt neuen Zündstoff in die Serie. Wenn sich zwei Spieler in die Haare bekommen beziehungsweise nicht leiden können, werden die Missstimmungen mittels Textmitteilungen bekannt gegeben.
Diese Tatsache wirkt sich allerdings nicht wirklich stark auf das Spiel an sich aus. Dieses Beziehungsfeature hätte man noch viel intensiver mittels Filmsequenzen umsetzen können. Dennoch kann sich diese Neuerung durchaus sehen lassen. Es ist sehr interessant sich mit den Egos der einzelnen Spieler auseinander zu setzen, die natürlich alle gestreichelt werden wollen.
Der Umfang des Spiels kann sich ebenfalls durchaus sehen lassen. Der Solo-Part ist sehr vielseitig und man ist gut und gerne 30-40 Stunden beschäftigt.