Suzuki Alstare Extreme Racing - Spielinformation
Suzuki Alstare Extreme Racing
Vertrieb:
UbisoftWebsite:
www.suzukialstare.cst.com| Platform: | Entwickler: | Releasedatum: | Genre: |
|---|---|---|---|
| PC | Criterion Studios | 02.10.2000 | Simulationen |
Obwohl es insbesondere derzeit recht viele Motorrad-Rennspiele auf dem Markt gibt, darf man hier UbiSoft und den Criterion Studios das Kompliment machen, etwas Eigenständiges auf die Beine gestellt zu haben. Mit einer kräftigen Lizenz, nämlich der des berühmten und auch tatsächlich erfolgreichen Suzuki Alstare Rennteams im Rücken haben sich die Entwickler darangemacht, dem Spieler echte Rennstall-Atmosphäre zu vermitteln. Mit Hilfe von insgesamt vier verschiedenen Modi können Sie sich das pure Adrenalin in die Adern schiessen lassen: Einzelrennen, Meisterschaft, Duell oder Game Service. Im Einzelrennen können Sie mit den bereits in der Meisterschaft freigespielten Motorrädern und Strecken ausgiebig experimentieren. So haben Sie die Möglichkeit, das perfekte Vehikel für die entsprechende Strecke zu finden oder Ihre Fähigkeiten gegen bis zu 7 computergesteuerte Fahrer unter Beweis zu stellen. Insgesamt können Ihnen 6 Motorräder zur Wahl stehen: angefangen von einer normalen Suzuki Alstare GSX-R600 Standard bis hin zur ultramodernen Suzuki Alstare GSX-R750, mit der Sie nur so über die Pisten fegen.
Voraussetzung ist natuerlich, dass Sie in der Meisterschaft entsprechend weit kommen, damit Sie die heissen Räder freischalten. Gleiches gilt im übrigen für die 12 schönen und abwechslungsreichen Strecken, die den Spieler nicht nur in Alpingelände und Fischerdörfchen, sondern auch in Megametropolen mit scharfen Kehrtwendungen versetzen. Die Strecken sind durchwegs schön und mit Liebe zum Detail gestaltet. In der Meisterschaft müssen Sie sich den Weg an die Spitze des Suzuki Alstare Rennteams erkämpfen. In insgesamt neun Rennsaisonen fahren Sie gegen die 7 Spitzenfahrer des echten Teams. Keine leichte Aufgabe: zuerst muss der angehende Star in das Reserveteam, dann in das Rennteam aufgenommen werden, um schliesslich seine Kollegen in der ersten wahren Saison besiegen zu können. Hier offenbart sich leider auch schon die erste Schwachstelle des ansonsten hervorragenden Programms: es ist Ihnen nur möglich zwischen den einzelnen Saisonen zu speichern. Dies rührt wahrscheinlich von der Konsolenkonvertierung her. Nur wenn Sie eine Saison auch gewinnen, können Sie die nächste beginnen oder zuerst eventuell neue Motorräder bzw. Strecken testen. Im Duell-Modus haben Sie die Möglichkeit sich an einem PC via Splitscreen-Darstellung mit einem Freund zu messen. Hier gibt es nur ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden menschlichen Gegnern, keine künstlichen Mitspieler unterbrechen das spannende Treiben. Natürlich gilt auch hier: Sie müssen sich mit den freigespielten Strecken und Motorrädern zufriedengeben. Mit Hilfe des sogenannten Game Service, einem eigens für Internet-Multiplayerspiele von UbiSoft eingerichteten Server können Sie letztendlich Ihre Fahrkünste gegen bis zu sieben menschliche Gegner erproben.
Hierzu müssen Sie nur das Programm installieren, was wiederum die Option innerhalb des Spiels freischaltet. Noch ein flinker Server gesucht und schon kann das kurzweilige Rennvergnügen losgehen. Eine flinke Internetanbindung sollte jedoch schon vorhanden sein, da ansonsten das Renn- zu einem Ruckelspiel verkommen kann. Es sei auch noch erwähnt, dass es im gut gelungenen und durchaus auch motivierenden Einzelspieler-Modus drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gibt, damit die Profis des echten Rennstalls Sie nicht sofort in Grund und Boden fahren. Hat man sich erst einmal mit der Steuerung angefreundet, steht dem Spass nichts mehr im Wege. Ein Gamepad (am besten MicrosoftTM Sidewinder Freestyle Pro für sanfte Fahrten) sollte es allerdings schon sein, da mit der Tastatur besonders die Kurvenfahrt zur Zitterpartie wird. In allen Modi haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Ihr Bike gehörig und nach allen Regeln der Kunst zu tunen. Anfangs sind die Schieberegler für Leistung, Empfindlichkeit der Steuerung und Bremsen auf das gleiche Niveau eingestellt. Erhöhen Sie nun einen der Faktoren, so rutschen die anderen beiden automatisch hinunter. Somit sollten Sie immer darauf achten, dass Sie von jedem Tuningfaktor genug haben um die meist anspruchsvolle Strecke bezwingen zu können. Wenn Sie zum Beispiel zu viel Leistung eingestellt haben, aber wenig Bremskraft, so kann es Ihnen passieren, dass Ihr Motorrad in jeder zweiten Kurve alleine weiterfährt.
Die oftmaligen Stürze sind wunderschön weich animiert: die Kamera bleibt bei einem Sturz stehen und verfolgt den spektakulären Abgang des Fahrers. Auch hier wird meist die gar nicht so starre Umgebung miteingebunden: die Häuser sind echte 3D-Modelle und keine Bitmap-Texturen, so kann der Fahren auch schon mal auf dem Dach der alten Scheune zum Liegen kommen. Das einzige grafische Detail, das stört, sind die Bäume, welche lediglich aus zwei rechtwinklig aufeinander stehenden Texturen dargestellt werden (siehe auch NFS 5). Die Motorräder glänzen in der Sonne und haben wunderbare Spiegeleffekte. Bis auf den etwas übermässig groß entworfenen Hinterreifen ist das gesamte Bike hervorragend umgesetzt und auch die Bewegungen des Fahrers passen zu dem Gesamtbild. Die Realitätsnähe des Spiels wäre sehr groß, wären da nicht solch Fehler, bei welchen der Fahrer samt Motorrad plötzlich und unvermittelt auf Felsen oder Büsche springt nur weil er etwas zu nahe am Rand gefahren ist. Damit aber nicht genug: er fährt einfach weiter, springt herrunter und baut nicht einmal einen Sturz. Auch ein Fast-Frontalcrash mit der Leitplanke bei Tempo 210 kann unseren virtuellen Sturzpiloten nicht aus dem Sattel reissen.
Wehe aber dem, der einmal etwas zu nahe an dem Vordermann klebt: dieser wird dann nämlich anscheinden von dem Hinterrad des Verfolgten nach links oder rechts versetzt und kracht entweder gleich in ein nahes Hindernis oder dreht sich einmal im Kreis um dann erst wieder hinter der Meute herzujagen. Bis auf solche Ungereimtheiten, die aber bereits beim Vorgänger "Redline Racer" offensichtlich und sogar noch markanter waren, ist das Spiel aber insbesondere durch die gelungene Grafik sehr fesselnd und nimmt den Rennprofi sofort gefangen. Der mittelmässige Sound, der eigentlich während des Spielgeschehens eher dahinplätschert kann mit einigen rockigen Klängen kurze Zeit gefallen, doch bald schont man seine Ohren lieber und hört den urigen Motorklängen des Maschinen zu. Diese wurden dem echten Sound der Motoren nachempfunden und klingen tatsächlich bei jedem Modell unterschiedlich.
Zusammenfassung
Anfangs war ich schlicht von der umwerfenden Grafik des Spiels gefesselt. Besonders mit einer anständigen 3D-Karte unter der Haube des heimischen PCs kann man zum fahrerischen Kräftemessen gleich die Detailstufen hochschalten und die Auflösung auf 1600 x 1200 Pixel drehen. Wenn man sich doch dann etwas eingefahren hat und die einzelnen Strecken schon kennt, den Motorensound zu lieben beginnt und die Gegner zu hassen, wenn Fujiwara einem wieder 4 wertvolle Punkte weggeschnappt hat, dann ist man vollkommen in der Welt von Suzuki Alstare Extreme Racing versunken. Obwohl mich die kleineren Ungereimtheiten störten, kam ich schnell über sie hinweg. Besonders der erste Urban-Strecke hat es mir mit ihrer kurvig gemeinen Führung angetan. Für mich ist "Suzuki Alstare Extreme Racing" eindeutig der neue König im Reich der Motorrad-Simulationen, obwohl die kleinen, aber eben doch vorhandenen Fehler eine noch höhere Wertung verhindert haben.
PROS von Suzuki Alstare Extreme Racing
- Gute Grafik
CONS von Suzuki Alstare Extreme Racing
- Teils kleine Ungereimtheiten und Grafikfehler
Noch weniger als 1 Bewertungen.
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Minimale Systemvoraussetzungen
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 32MB, Festplatte: 100MB
Empfohlene Hardware
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 64MB, Festplatte: 280MB
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