Als Mann von Echtzeit-Strategie und Ego-Shootern habe ich mich lange gegen das Phänomen der "Sims"-Euphorie unter den (vor allem weiblichen) Spielern gewehrt. Irgendwie konnte ich mir nicht erklären, warum denn nun dieses Spiel, wo man das Leben einer virtuellen Person bis in die letzten Details - und dabei eine "Tamagotchi"-ähnliche Beziehung aufbaut - nachspielen kann und sollte.
Dann schließlich war es soweit: Auf der diesjährigen Games Convention in Leipzig lockte mich der riesige EA-Stand an - und in seinem Inneren entdeckte ich eine kleine Nische mit einer Vorabversion von "Die Sims 2" PC. Ich dachte mir, dass es doch mal einen Versuch wert sei und spielte zwei bis drei Minuten. Dann passierte es, das Unfassbare: Ich wurde von dem Spiel gepackt und war hin und weg wie sehr mir der Titel gefiel.Auf dem N-Gage ...
Als mir nun das im Sommer für den N-Gage erschienene "Die Sims brechen aus" als mobile Variante in die Hände fiel, riss ich mich natürlich darum, das Spiel testen zu dürfen. Nun, was soll ich sagen? Etliche Stunden konnte ich die Finger nicht mehr von dem Spieltelefon lassen und musste meinen Sim immer weiter in die Höhe züchten und aufbauen.
Doch um am Anfang zu beginnen und nicht gleich das Fazit vorweg zu nehmen: Nach einem relativ langen Intro steigen Sie auf dem Titelscreen ein und können einerseits im Optionsmenü die Lautstärke für Musik und Sound sowie die Sprache ändern beziehungsweise die Credits ansehen. Andererseits können Sie auch ein neues Spiel starten, wobei Sie Ihrem frisch gebackenen Sim erst einmal einen Namen geben, dann sein Äußeres bestimmen (Haare, Haarfarbe, Hautfarbe, etc.) und schließlich und endlich auch seinen Charakter ("faul", "introvertiert", "böse", etc.) festlegen.
Das klingt kompliziert, ist aber innerhalb nur weniger Minuten erledigt. Dann starten Sie auch schon in die Welt von SimValley. Da es in dieser vom GBA anscheinend recht eng konvertierten Version kein Sim City gibt und das ganze Gebiet natürlich um etliches kleiner ist, handelt es sich hier um SimValley, einen kleinen, aber sehr feinen Ort, in dem Sie zu Beginn Ihr Onkel herzlich begrüßt. Der Hintergrund ist jener, dass Sie auf dem Bauernhof Urlaub machen und endlich etwas arbeiten sollen.Arbeiten und wohnen
Nach einer kleinen Einführung in die wirklich sehr simple Steuerung ("5" um Sachen zu benutzen bzw. auszuwählen, "7" um abzubrechen bzw. schnell zu laufen) geht es auch schon los: Das Spiel wird, anders als die großen "Sims" am PC, anhand von insgesamt fünf großen Kapiteln erzählt, in denen Sie jeweils bis zu sechs Aufgaben mit jeweils bis zu sechs Zielen erfüllen müssen. Das klingt nach viel Arbeit und ist es auch!
Dennoch haben Sie jederzeit die Möglichkeit, einfach nur durch die Gegend zu gehen, Ihren Sim aufzuwerten oder Kontakte zu pflegen. Die Aufträge bekommen Sie generell von den ungefähr 25 anderen Sims in SimValley. Wenn ein anderer Einwohner der kleinen Stadt Ihnen etwas zu sagen hat, trägt er ein Rufzeichen mit sich herum, was Sie dazu veranlassen sollte, ihn einfach mal anzusprechen.
Generell gilt es, sich mit den Bewohnern möglichst gut zu stellen - möglichst viele Punkte der hundert möglichen sollen erreicht werden. Das können Sie durch Gespräche erreichen, bei denen Sie möglichst höfliche und passende Kommentare abgeben, oder aber durch Taten, wie dem Vorbeibringen von Gegenständen oder dem Erfüllen von kleinen Nebenjobs, die Sie zufällig erhalten.Die Menüs und mehr
Wenn Sie auf die Sterntaste drücken, gelangen Sie in das Menü Ihres Sims, der auch im Spiel von allen mit dem Namen angesprochen wird. Dort können Sie einerseits das Inventar, das Sie mit sich führen ansehen, andererseits die Aufträge beobachten oder aber auch den Charakter und seine Entwicklung sowie seine Beziehung zu den anderen Sims ansehen.
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