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SPIELINFO

ALIAS

Plattform: PC ALIAS (PC)

Genre: Action-Adventure
Release: 30.04.2004
Vertrieb: Acclaim
Entwickler: Acclaim
Webseite: www.aliasthegame.com
Alle Informationen zum Spiel
SYSTEMANFORDERUNGEN
Minimale Anforderungen:
CPU: 1 MHz
RAM: 256 MB
Festplatte: 1200 MB
Grafikkarte: keine Angabe
Empfohlene Hardware:
CPU: 2 MHz
RAM: 512 MB
Festplatte: 1200 MB
Grafikkarte: keine Angabe
Review
 

09.09.2004 – ALIAS

von Marnum Star (freier Mitarbeiter)



Feedback

Eine Lizenzausgabe ...



Für diejenigen, die die Fernsehserie nicht kennen: In "ALIAS" ist die Hauptrolle die der Sidney Bristow. Sie ist als CIA-Agentin tätig, war zu Beginn der Serie jedoch bei SD-6, einer kriminellen Spionagegruppe, die im Bereich Informationsbeschaffung und -handel tätig war. Der Leiter dieser Gruppe, Arvin Sloane ließ Sidneys Verlobten erschießen, wonach sie die tatsächlichen Hintergründe von SD-6 erfuhr.

Deshalb half Sidney dem CIA SD-6 zu zerschlagen und ist seitdem dort tätig. Arvin Sloane verschwand anschließend. Zu Beginn des Spiels verschwindet nun ein CIA-Agent, dessen letzter Hinweis der auf ein Casino in Monte Carlo war. Hier beginnt dann auch das Spiel.

Grafik, Levels und Sound



Um es vorweg zu nehmen: Wozu man hier mehr als 1 GHz braucht, ist gänzlich unklar. Denn so leer und trist, wie die Räume selbst bei höchsten Details in einer Auflösung von 1280 x 1024 wirken, dürfte das Spiel eigentlich recht leicht auf eine PS One umsetzbar sein.

So befinden sich im Bereich des Casinos zu Beginn lediglich zwei Roulettetisch, zwei Black Jack-Tische sowie eine lange Bar und mehrere kleine Tische und Sessel. Dazu gibt es dann noch rund zwanzig Personen. (Allerdings wirkt es auf den Screenshots noch trister als im Spiel.)

Und es ist zwar möglich, die Kamera auszurichten, aber sie bleibt nie dort, wo man sie hin haben möchte (um beispielsweise eine überwachungskamera im Auge zu behalten), sondern richtet sich derart krampfhaft auf eine Perspektive, deren Sinn dem Spieler vorbehalten bleibt. Und richtig schlimm wird es bei Kämpfen in engen Räumen, denn hier springt die Kamera regelmäßig zwischen der Ausrichtung auf den aktuellen Gegner und der Standardperspektive hin und her, so dass man meint, man sollte mal zum Optiker gehen.

Der Sound ist gelungen und besonders positiv fällt auf, dass die Synchronstimmen aus der Serie übernommen wurden. Ein weiterer positiver Punkt sind die ganz passablen, wenn auch etwas ruckeligen Zwischensequenzen.

Steuerung



Auch bei der Steuerung schien bei den Entwicklern von Acclaim der Gedanke vorzuherrschen, dass man nur auf die Schnelle eine Tastenzuordnung aus dem Ärmel schütteln muss, um einen Verkaufsknaller zu bekommen. Was dabei allerdings heraus gekommen ist, ist ein Beispiel für die Kategorie: "Wie man es auf keinen Fall machen sollte."

So benötigt man teilweise mehrere Minuten, um Sidney dazu zu bewegen, auf eine Kiste zu steigen, weil sie die meiste Zeit über nur in der Lage ist, diese zu verschieben und es keine Taste gibt, mittels derer man auf Gegenstände steigen kann; Sidney muss ganz von alleine darauf kommen und das fällt ihr sehr schwer. Beim Klettern an einem Vorsprung kann es vorkommen, dass man mal nach rechts, dann nach oben und dann wieder in eine andere Richtung steuern muss, obwohl man die ganze Zeit über in eine Richtung unterwegs ist - und warum? Na, wegen der Kameraperspektive!

Bei Schleichpassagen wirkt sich die bereits angesprochene katastrophale Kameraführung immer wieder übelst aus. So ist es schon schwierig genug, Sidney dazu zu motivieren, einfachste Aktionen auszuführen. (Teilweise kann man Schalter nur betätigen, wenn man mit dem Rücken zu ihnen steht!) Aber da man die Kamera nicht dazu motivieren kann, dauerhaft beim Gegner zu verweilen, wird das Vorbeischleichen an Gegnern zu reinen Glücksspielen.
Und wie das mit dem Aufnehmen und Verwenden von Gegenständen funktionieren soll, war wohl den Programmierern selbst nicht so ganz klar, denn viel zu oft verlässt man einfach das Menü anstatt den gewünschten Gegenstand zu benutzen oder anzulegen.

Und wenn Sie dann einzelne Tasten selbständig zuordnen wollen, dann machen Sie sich darauf gefasst, dass das unter Umständen nicht möglich ist. So hätte ich beispielsweise gerne dem Mausrad die Funktion zugeordnet, im Menü zu scrollen, aber das war nicht möglich. Netterweise entsprechen nämlich einige Tasten nicht dem, was man erwarten würde. So wählt man beispielsweise einen Gegenstand im Inventar nicht dadurch an, dass man die Taste für "Benutzen/Interaktion" benutzt, sondern diejenige für "Angriff". Wer soll darauf denn kommen?
 
 
 
 
metacritic.com
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