Als 1850 der Westen der USA erschlossen wurde, bestimmten Räuberbanden das Bild und Angst und Schrecken waren überall zu spüren. Deshalb entschied die Regierung der Vereinigten Staaten ein Netz von Forts zu bauen, damit die Bürger in Ruhe und Frieden leben konnten.
Dies ist die erste von mehreren Missionen, die Sie auf dem neuen Kontinent in "Transport Gigant" zu bestehen haben. Zumeist geht es hierbei darum, ein bestimmtes Vermögen zu schaffen, sämtliche Städte einer Region per Eisenbahn zu verbinden oder aber die verschiedenen Stoffe anzuliefern, die für den Bau eines Wahrzeichens benötigt werden.
Darüber hinaus gibt es noch Missionen auf dem alten Kontinent zu bestreiten. Auch hier gibt es wieder die gleiche Art von Missionstypen. Im Gegensatz zum amerikanischen Kontinent reicht es hier jedoch nicht mehr aus, jeweils mit einem Transportmittel ideale Routen aufzubauen; sie müssen teilweise Waren mit Lastwagen transportieren und nach der Verarbteitung mittels Eisenbahn oder Luftschiff an den Zielort bringen.
Die beiden Kampagnen sind jedoch nur ein Teil des Spiels. Alternativ können Sie auch im Endlosmodus einfach drauflos spielen.
Vom Aufbau eines Imperiums
Um nun Ihr Ziel zu erreichen, Transportkönig zu werden, errichten Sie Stationen. Diese unterteilen sich zunächst grob in vier Kategorien: Straßenstationen, Bahnhöfe, Häfen und Flughäfen.
Haben Sie nun Ihre ersten beiden Stationen auf die Landkarte gestellt, verbinden Sie die beiden mittels einer entsprechenden Strecke. Anschließend entscheiden Sie sich noch für den Kauf einer Handvoll Transporter (vom Pferdekarren bis hin zum TGV ist alles dabei), mit denen Sie Ihre ersten Waren von A nach B transportieren.
Nachdem Sie zunächst relativ einfach Verbindungen aufbauen (Baumstämme vom Holzfällerlager zur Sägerei und die dort produzierten Bretter weiter zu einer Baustelle, haben Sie später weitaus mehr Möglichkeiten, Transportrouten zusammen zu stellen. Und so haben Sie noch ehe Sie sichs versehen ein Handelsimperium aufgebaut, auf das Sie stolz sein können.
Grafisches und andere Altertümer
Nach der Installation werden Sie sich vielleicht die Frage stellen, ob Sie vielleicht zu einem älteren Titel der "Giganten"-Reihe gegriffen haben, denn die Grafik wirkt deutlich veraltet. Auch werden Sie sich fragen, wo Sie prüfen können, welche Routenplanung die Idealste wäre und dafür nach den Steigungen auf Ihrer geplanten Strecke suchen. Nun, es gibt keine, die Spielfläche ist so flach wie ein Pfannkuchen. Wenn man einmal davon absieht, dass es Berge gibt, die sie nur umfahren oder mittels Tunnels durchqueren können.
Der nicht veränderbare Blickwinkel ist dann auch noch denkbar ungeeignet, um schnell Strecken zu bauen. Auch werden Sie umsonst nach der Möglichkeit suchen, diagonale Strecke zu erstellen und sich gezwungen sehen eine solche Strecke durch Kurven zu improvisieren. Das wäre ja auch weiter kein Problem, wenn es möglich wäre, weit genug heraus zu zoomen, damit man die gesamte Strecke im überblick hat. Leider ist aber auch das nicht möglich, sodass Sie bis zu einer viertel Stunde damit beschäftigt sind, immer wieder geplante Streckenstücke abzureißen und um ein paar Felder versetzt neu aufs Spielfeld zu plazieren.
Haben Sie dann schließlich Verbindungen zwischen verschiedenen Orten und Industrien auf der Karten geschaffen, erstellen Sie relativ schnell einen Fahrplan für die ersten Fahrzeuge. Sobald Sie aber später einige neue Stationen eröffnet haben, beginnt die Arbeit von vorne, denn Sie müssen die neuen Haltestellen für jedes Fahrzeug einzeln einstellen oder ergänzen.
Und wehe, Sie wollen in einen Fahrplan einen Zwischenhalt einbauen, denn es ist nicht möglich, die Reihenfolge der geplanten Halte später wieder zu ändern; sie können nur gelöscht und wieder neu eingetragen werden. Und sobald sie beim ersten Fahrzeug fertig sind, müssen Sie sich wieder durch das komplette Menü zum nächsten vorarbeiten.
Zusammenfassung
"Transport Gigant" hätte ein Spiel werden können, an dem jeder Freund von Wirtschaftssimulationen seine Freude gehabt hätte. Leider wurde es von den Machern von Jowood versäumt, mehr zu tun, als nur eine Menge neuer Fahrzeugtypen einzubauen. Es hätte schon genügt, wenn man sich dort "Railroad Tycoon 1" angesehen hätte und die Features des Klassikers übernommen hätte. Auch ist die Menüführung zwar relativ leicht zu verstehen, aber viel zu oft muss man eben wieder von vorne anfangen, weil ein Zurück-Button fehlt.