Das Spiel "Augustus - Im Auftrag des Kaiser" ist das Spiel zum Film "Augustus - Mein Vater der Kaiser". Somit stellt sich gleich einmal die Frage inwiefern dieses Spiel etwas taugt, denn die meisten Spiel-zu-Film-Umsetzungen kann man nicht gerade als gelungen beizeichnen.
Samus Fischerus
Was nicht in Frage steht ist, dass "Augustus - Im Auftrag des Kaisers" sich sehr an "Splinter Cell" und Sam Fischer angelehntt hat. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Titus Gladius, welcher quasi ein römischer Geheimagent ist. Dabei gilt es meistens sehr unentdeckt die Missionen zu bestreiten und dies ist nicht nur aufgrund des Missionsdesigns nötig.
Wie bei "Splinter Cell" gibt es im Interface einen Balken der anzeigt wie sichtbar der Charakter nun ist. Ist man im Dunkeln so zeigt der Balken dies auch an und Feinde in der nähe sehen einen nicht. Es ist auch möglich sich an seine Gegner anzuschleichen und sie mit einem Dolch niederzuschlagen. Danach kann man sie aufheben und umher tragen.
Auch sehr an "Splinter Cell" erinnert die Animation beim schleichen. Den Titus Gladius bewegt sich dabei genauso affig wie Sam Fischer. Nicht mit Nachtsichtgerät, Thermosichtgerät oder Pistolen ausgestattet, dafür aber mit Dolchen, Schwertern, Pilum und Äxten. Obwohl Waffen vorhanden sind sollte man Kämpfe tunlichst vermeiden da die Kampfsteuerung extrem träge ist.
Betrachtet man die Grafik, so macht sie auf den ersten Blick eine gute Figur. Nette Texturen des Charakters und der Umgebung, Licht- und Schatteneffekt und Bump Mapping. Leider täuscht der erste Eindruck aber, denn es gibt zu viele Grafikbugs. Einmal ist ein Gebäude im Hintergrund ausgeblendet dann geht man einige Schritte und es ist wieder da.
Die Figuren im Spiel sind auch etwas mager ausgestattet: Die Gegnermodelle treten viel zu oft auf und sind wenig abwechslungsreich. Ganz zu schweigen von den Gesichtstexturen, aufgrund der derzeitigen technischen Möglichkeiten hätte so etwas nicht sein müssen. Auch trotz netter Effekte und so mancher gut gelungen Textur wirkt die Grafik trotzdem altbacken und die Grafikfehler tragen dazu noch ihr übriges bei.
Holde Maid mit tiefer Stimme?
Mit diesem Satz wären wir nun beim Sound angelangt. Insbesondere die Sprachausgabe sorgt hier für einige Lacher. Es ist schon recht witzig wenn man bei einem Stand vorbeiläuft, wo verschiedene Sachen angeboten werden und die nette Standbesitzerin spricht einen mit einer Männerstimme an. Abgesehen davon ist die Sprachausgabe eher zum weinen als zum lachen. Die Soundeffekte und die Musik sind brauchbar aber auch nicht mehr.